Klassische Rinderrouladen mit Kartoffelpüree und Blaukraut wie früher

Klassische Rinderrouladen mit Kartoffelpüree und Blaukraut wie früher

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Back to the Roots: Warum echte Wirtshausküche keine Veränderung braucht

Natürlich findet man im Laufe der Jahre zu seinem ganz eigenen Koch-Stil. Das ist schön, das gehört dazu – und so war es auch bei mir. In früheren Zeiten stellte ich vieles der klassischen Küche in Frage. Ich habe Original-Rezepte von traditionellen Gerichten umgewandelt, modernisiert und an meine damaligen Bedürfnisse angepasst.

Doch diese Zeiten sind vorbei. Ich habe meine Meinung schon lange wieder geändert und das bleibt so: „Back to the roots“! Ob Wiener Schnitzel, ein ehrlicher Gaisburger Marsch, Zürcher Geschnetzeltes oder eben das heutige Gericht – ich koche diese Klassiker wieder genau so, wie sie ganz früher auf den Tisch kamen. Als Sohn vom Kirchenwirt in der Steiermark bin ich quasi zwischen den verlockenden Düften der Bräter und dem ehrlichen Handwerk der Küche aufgewachsen. Mir wurde die Liebe zur echten, unverfälschten Wirtshausküche in die Wiege gelegt. Und diese kulinarischen Originale kann man durch Verändern einfach nicht besser machen – das habe ich gelernt.

Urige Gemütlichkeit, ehrliche Zutaten und Rezepte, die Geschichten erzählen: Das macht die Faszination eines Gasthauses aus. Im Übrigen bin ich fest der Meinung, dass das auch für unsere Lebensmittel zutrifft. Je mehr ich als Koch ein Naturprodukt verändere, umso mehr mache ich kaputt. Tradition auf dem Teller bedeutet, dem Produkt seinen Raum zu lassen. Und genau diese ehrliche Wirtshaus-Tradition holen wir uns heute mit butterzarten Rouladen nach Hause.


Vielleicht interessiert dich auch meine andere Rouladen-Art, [Rouladen vom Rinderrücken mit einer mediterranen Füllung] eine ganz andere Geschichte wie unser Klassiker.

Mehr von diesen Klassiker findest du auch in meiner [Meiner Speisekammer] , lass dich inspirieren!

Klassische Rinderrouladen mit Kartoffelpüree und Blaukraut wie früher
Klassische Rinderrouladen mit Kartoffelpüree und Blaukraut wie früher

Klassische Rinderrouladen mit Kartoffelpüree und Blaukraut wie früher

Klassische Rinderrouladen mit Kartoffelpüree und Blaukraut wie früherRezept von Johannes Guggenberger
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Das marinieren des Blaukrautes einen Tag vor dem eigentlichen Kochtag bringt enorm viel Geschmack!

Portionen
+
–

4

Portionen
Zubereitungszeit

30

Minuten
Kochzeit

2

Stunden 

Zutaten

  • Zutaten für die Rouladen & Soße

  • 4 dünn geschnittene Rinderschnitzel a ca. 250 Gramm

  • 12 Scheiben roher Bauchspeck (dünn geschnitten)

  • 4 el Senf

  • 2 –3 Gewürzgurken (in dünne Scheiben geschnitten oder grob gehackt)

  • 2 Zwiebeln (geschält und grob gewürfelt)

  • 30 g Tomatenmark

  • 2 Karotten (geschält und in grobe Scheiben geschnitten)

  • ½ kleinere Sellerieknolle (geschält und in grobe Würfel geschnitten)

  • 1 Lauchstange (geputzt, gewaschen und in dickere Scheiben geschnitten)

  • 1/4 Liter trockener Rotwein (optional – kann weggelassen werden)

  • ½ Liter Gemüsebrühe alternativ: ½ [Liter braune Soße]

  • Salz & Pfeffer aus der Mühle

  • Ca. 16 Zahnstocher oder Rouladen-Bindfaden

  • Etwas Rapsöl zum Anbraten

  • Etwas Speisestärke zum Abbinden der Soße

  • Zutaten für das Kartoffel-Püree

  • 1 kg mehligkochende Kartoffeln (geschält und halbiert)

  • 150 –200 ml Milch

  • 150 ml Sahne (flüssig)

  • 50 ml Sahne (steif geschlagen)

  • 60 g Butter (in kleine Stücke geschnitten)

  • 1 Prise Muskatnuss

  • Salz & Pfeffer aus der Mühle

  • 1 Zwiebel (geschält und in dünne Scheiben geschnitten)

  • Rapsöl zum Frittieren

  • Zutaten für das Blaukraut

  • 1 kg Blaukraut (geputzt und fein gehobelt)

  • 2 Zwiebeln (geschält und in dünne Scheiben geschnitten)

  • 3 Äpfel (geschält, vom Kerngehäuse befreit und in Streifen geschnitten)

  • 2 Zimtstangen

  • 4 Wacholderbeeren

  • 2 Lorbeerblätter

  • 3 Nelken

  • 1 Spritzer Rotweinessig (alternativ: normaler Essig)

  • ½ Liter Gemüsebrühe

  • ⅛ Liter trockener Rotwein (optional – kann weggelassen werden)

  • 200 g Johannisbeeren-Gelee

  • Ca. 15 g Speisestärke

  • Salz & Pfeffer aus der Mühle nach Geschmack

Herstellung

  • Schritt 1: Das Blaukraut marinieren (Am Vorabend)
  • Tipp: Das Blaukraut schmeckt wesentlich besser, wenn man es mariniert und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lässt.
  • In einem größeren Gefäß alle Zutaten für das Blaukraut außer der Speisestärke gut vermengen und mit geschlossenem Deckel über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
  • Schritt 2: Rouladen vorbereiten & füllen
  • Die Rinderschnitzel mit einem Fleischklopfer vorsichtig dünn plattieren. Dann gleichmäßig mit Senf bestreichen und mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen. Jetzt die Bauchspeckscheiben, die vorbereiteten Gurkenscheiben (oder Gurkenwürfel) sowie die Zwiebelwürfel darauf verteilen. Die Rindschnitzel nun an den Rändern etwas einschlagen und fest zur Roulade rollen. Mit Zahnstochern fixieren oder mit einem Rouladen-Bindfaden festigen.
  • Schritt 3: Scharf anbraten & schmoren
  • In einem schweren Bräter das Rapsöl erhitzen. Die Rouladen darin von allen Seiten kräftig und scharf anbraten, dann herausnehmen und beiseitestellen. Im gleichen Bräter jetzt die Karottenscheiben, Selleriewürfel sowie die Lauchscheiben scharf anbraten. Zum Schluss das Tomatenmark hinzugeben und kurz mitrösten lassen. Mit dem Rotwein ablöschen, die Gemüsebrühe [oder braune Soße] angießen und die Rouladen wieder in den Bräter setzen. Bei geschlossenem Deckel bei ca. 130 °C sanft weich schmoren lassen. Die Rouladen dabei ab und zu umdrehen.
  • Schritt 4: Das Geheimnis des perfekten Kartoffelpürees
  • Die Kartoffeln am besten in einem Dampfgarer aufsetzen, etwas salzen und weich kochen lassen. Parallel die Milch mit der flüssigen Sahne leicht erwärmen. Die fertig gekochten Kartoffeln kurz ausdämpfen lassen und anschließend durch eine Kartoffelpresse drücken. Tipp: Hierzu eignet sich auch eine Spätzle-Presse sehr gut. Dann mit einem Schneebesen das warme Milch-Sahne-Gemisch hinzufügen und mit einer Prise Muskat, Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen. Jetzt die Butterflocken einrühren.
  • Wichtiger Tipp für maximale Fluffigkeit: Die geschlagene Sahne erst kurz vor dem Anrichten ganz vorsichtig unterheben – so bleibt das Püree wunderbar luftig. Bis dahin das Püree warm stellen.
  • Schritt 5: Blaukraut vollenden
  • Parallel dazu das über Nacht marinierte Blaukraut in einem Topf ca. 20–30 Minuten auf kleiner Flamme bei geschlossenem Deckel kochen lassen. Die Speisestärke mit ganz wenig kaltem Wasser glattrühren, das Blaukraut damit binden und kurz aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken und warm stellen.
  • Schritt 6: Soße finalisieren & anrichten
  • Die fertig geschmorten, weichen Rouladen aus dem Bräter nehmen, stramm mit etwas Backpapier umwickeln und im Ofen bei ca. 80 °C warm halten. Die verbliebene Schmorsoße durch ein feines Sieb abseihen. Wenn nötig, noch etwas Gemüsebrühe oder braune Sauce zugießen und die Soße mit ein wenig in kaltem Wasser angerührter Speisestärke sämig abbinden. Mit Salz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken.
  • Die Rouladen aus dem Ofen holen, aus dem Backpapier nehmen und vorsichtig von den Zahnstochern oder dem Bindfaden befreien. Zusammen mit dem cremigen Kartoffelpüree und dem feinen Blaukraut auf vorgewärmten Tellern wunderschön anrichten.

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No Comments

  1. Deine Ansichten kann ich voll unterschreiben!
    Gute Produkte und möglichst aus der Region und saisonal, das ist auch mein Motto!
    Und die Klassiker heissen nicht umsonst Klassiker, sie sind und bleiben für immer gut und erinnern uns an unsere Wurzeln…
    Und daher gehören sie auch nach wie vor auf meinen Tisch…

    LG
    Kate 🙂

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