Szegediner Gulasch : Meine liebste Variante

Szegediner Gulasch : Meine liebste Variante

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Szegediner Gulasch : Meine liebste Variante

Du suchst das eine, einzig wahre Rezept für ungarisches Krautgulasch? Da muß ich dich enttäuschen: Es gibt 100 Original-Rezepte für Szegediner Gulasch da draußen. In jeder Region, in jedem Kochbuch und in jeder Wirtshausküche wird das Gericht ein bisschen anders zubereitet. Ich habe nach langem Ausprobieren mein persönliches Lieblingsrezept gefunden. Meine wichtigste Devise lautet hierbei: Man sollte das Ganze nicht zu ernst nehmen! Erlaubt ist, was schmeckt – und diese Variante mit einer extra kräftigen Note wirst du lieben.

Deftige Wirtshausküche für Zuhause – das Geheimnis liegt im Rauchfleisch

Echte Wirtshausküche muss Herz und Seele wärmen. Um dem Klassiker noch mehr Tiefe und Charakter zu verleihen, bereite ich mein Szegediner Gulasch immer mit einer ordentlichen Portion Rauchfleisch zu. Diesmal ist ein gerauchter Schweinebauch mit im Topf gelandet, den ich vorher in feine Würfel geschnitten habe. Das Fett und das Raucharoma des Specks verbinden sich beim Schmoren perfekt mit dem Fleisch und dem Sauerkraut. Wer es lieber klassisch mag, lässt den Schweinebauch einfach weg – aber meine absolute Empfehlung ist, es genau so einmal auszuprobieren.

Warum das Gulasch am nächsten Tag noch besser schmeckt

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz der Wirtshausküche: Ein Gulasch braucht Zeit. Bereite das Gericht am besten einen Tag vorher zu und lass es über Nacht im Kühlschrank komplett durchziehen. Wenn du es am nächsten Tag langsam wieder aufwärmst, wirst du merken, dass die Aromen von Paprika, Kümmel und Sauerkraut erst ihr volles Potenzial entfalten. Das Fleisch wird noch zarter und die Sauce verbindet sich zu einem absolut runden Geschmackserlebnis.

Natürliche Bindung und die perfekten Beilagen für den Klassiker

Statt die Sauce am Ende mit Mehl oder künstlichen Soßenbindern zu beschweren, nutzen wir einen simplen Trick aus der traditionellen Küche: Eine fein geriebene, rohe Kartoffel wird kurz vor Schluss untergerührt. Sie kocht ein paar Minuten mit und sorgt für eine wunderbar sämige, natürliche Bindung. Serviert wird das fertige Meisterwerk mit einem frischen Klecks Crème fraîche für die cremige Säurekomponente. Als Beilage passt im Grunde alles, was die Sauce gut aufsaugt – von klassischen Knödeln über fluffiges Kartoffelpüree bis hin zu rustikalen Kümmel-Kartoffeln.

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Szegediner Gulasch mit Kümmel-Kartoffeln, auf meine Art

Szegediner Gulasch mit Kümmel-Kartoffeln, auf meine Art

Szegediner Gulasch : Meine liebste VarianteRezept von Johannes Guggenberger
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Kann ich statt Schweinebauch auch anderes Rauchfleisch verwenden?
Absolut! Gerauchter Schinken, durchwachsener Speck oder sogar eine würzige Mettwurst in Scheiben funktionieren wunderbar. Erlaubt ist, was dir schmeckt und was deinem Gulasch die gewünschte, kräftige Rauchnote verleiht.
Welches Sauerkraut eignet sich am besten für das Rezept?
Für ein authentisches Wirtshaus-Aroma greifst du am besten zu frischem Weinsauerkraut aus dem Fass oder dem Beutel. Wenn dir das Kraut zu sauer ist, kannst du es vor der Verwendung kurz mit kaltem Wasser in einem Sieb abbrausen und gut ausdrücken.
Wie lange kann ich das fertige Szegediner Gulasch aufbewahren?
Gut abgekühlt und luftdicht verschlossen hält sich das Gulasch problemlos 3 bis 4 Tage im Kühlschrank. Da es mit jedem Aufwärmen besser wird, eignet es sich auch perfekt als Meal-Prep-Gericht oder zum Einfrieren.

KücheInternational
Portionen
+
–

4

Portionen
Zubereitungszeit

30

Minuten
Kochzeit

40

Minuten
Gesamtzeit

1

Stunde 

30

Minuten

Zutaten

  • 500 Gramm Schweinegulasch

  • 150 Gramm gerauchter, roher Schweinebauch in kleine Würfel geschnitten

  • 400 Gramm Sauerkraut, gewässert und ausgedrückt

  • 1/2 – 3/4  Liter Gemüsebrühe

  • 3 Knoblauchzehen, geschält und grob gehackt

  • 1 große Zwiebel, geschält und in Scheiben geschnitten

  • 50 Gramm Tomatenmark

  • 3 – 4 süßes Paprikapulver nach Geschmack, nicht sparsam sein

  • Pfeffer aus der Mühle nach Geschmack

  • 1 tl Kümmel oder ganz nach Geschmack

  • 3 Lorbeerblätter

  • 4 Wacholderbeeren

  • Salz

  • 1 Prise Zucker

  • 4 el Creme fraiche

  • 1 große rohe Kartoffel

  • 70 Gramm Schweineschmalz

Herstellung

  • In einem großen Topf mit dem heißen Schweineschmalz die Speckwürfeln, Zwiebelscheiben, gehackten Knoblauch sowie die Fleischwürfel anbraten lassen. Dann das Tomatenmark hinzufügen und dieses ebenso dunkel (aber nicht verbrennen lassen) anbraten lassen. Jetzt das Paprikapulver einrühren und mit der Gemüsebrühe angießen. Lorbeer, Wacholderbeeren, Kümmel sowie das Sauerkraut hinzufügen, alles gut vermengen und bei geschlossenem Deckel auf kleiner Flamme garen lassen bis das Fleisch weich geworden ist.
  • Wenn nötig Gemüsebrühe nachgießen. Zum Schluss hin die Kartoffel fein reiben und in das Gulasch unterrühren. Weiter ca. 5 Minuten köcheln lassen, bis das Gulasch eine sämige Bindung erreicht hat, dann mit Salz, Pfeffer aus der Mühle sowie einer Prise Zucker abschmecken. Anrichten mit einem Klecks Creme fraiche obenauf, als Beilage wären Kartoffeln, Kartoffel-Püree oder Knödeln in jeglicher Art zu empfehlen, ich hatte diesmal Kümmel-Kartoffeln.
  • Die Creme fraiche kann man durchaus auch vorher, so wie ich es gemacht habe in das fertige Gulasch einrühren.

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