Ein echtes Stück Heimat auf dem Teller: Schwäbische Linsen mit Spätzle und Saitenwürstchen sind der unangefochtene Liebling der süddeutschen Küche. Der deftige Klassiker schmeckt einfach immer wie von Oma! Das Geheimnis für den perfekten Geschmack liegt in einer leicht sämigen Linsen-Brühe, die traditionell mit etwas Essig abgeschmeckt wird. In diesem Rezept zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du das traditionelle Original-Rezept ganz einfach zu Hause selber machen kannst – natürlich perfekt abgerundet mit knackigen Saitenwürstchen und feinen Spätzle. Ein absolutes Wohlfühlessen für die ganze Familie! Lust auf mehr Kulinarik aus Baden-Württemberg? Hier finden Sie meine besten [Heimatgerichte aus dem Ländle]
💡 Mein Geheimtipp für den besten Geschmack: Viele dicken ihre schwäbischen Linsen heute gar nicht mehr oder nur mit etwas Stärke ab. Ich schwöre jedoch auf die traditionelle, dunkle Mehlschwitze (Einbrenne)! Warum? Weil erst durch das intensive Rösten von Mehl und Butter diese tiefen, nussigen Röstaromen entstehen. Sie nehmen den Linsen die strenge Säure des Essigs und machen den Geschmack des Gerichts erst so richtig rund, vollmundig und vollendet. Nimm dir die zwei Minuten Zeit für die Einbrenne – es lohnt sich ungemein!
Schwäbische Linsen mit Spätzle & Saitenwürstchen – Das ultimative Original-Rezept wie von Oma
Rezept von Johannes Guggenberger
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💡 Mein Geheimtipp für den besten Geschmack: Viele dicken ihre schwäbischen Linsen heute gar nicht mehr oder nur mit etwas Stärke ab. Ich schwöre jedoch auf die traditionelle, dunkle Mehlschwitze (Einbrenne)! Warum? Weil erst durch das intensive Rösten von Mehl und Butter diese tiefen, nussigen Röstaromen entstehen. Sie nehmen den Linsen die strenge Säure des Essigs und machen den Geschmack des Gerichts erst so richtig rund, vollmundig und vollendet. Nimm dir die zwei Minuten Zeit für die Einbrenne – es lohnt sich ungemein!
70Gramm von der Karotte, geschält und in kleine Würfel geschnitten
70Gramm von der Sellerieknolle, geschält und in Würfel geschnitten
1/2Lauchstange, geputzt, gewaschen und in kleine Würfel geschnitten
1/2Zwiebel, geschält und mit 1 Lorbeerblatt und 3 Nelken gespickt
1Zwiebel, geschält und in kleine Würfel geschnitten
30Gramm Tomatenmark
Weinbrand-Essig nach Geschmack
Prise Zucker
Ca. 80 Gramm Butterschmalz
50Gramm Mehl
4Scheiben, a ca. 100 Gramm, vom rohen, gerauchten Schweinebauch
4Paar Saitenwürste oder auch Wiener oder Frankfurter genannt
Ca. 700 ml Gemüsebrühe
Salz
Pfeffer aus der Mühle
Für die Spätzle:
500Gramm Mehl
6Eier
Etwas Wasser
Salz
Herstellung
In einem großen Topf ca. 30 Gramm Butterschmalz erhitzen und die Zwiebelwürfel darin anschwitzen. Das Tomatenmark hinzufügen und gut durchrösten. Vorsicht: Das Tomatenmark darf nicht verbrennen, es sollte eine schöne dunkelbraune Farbe entstehen.
Sofort mit der Gemüsebrühe aufgießen, die Linsen einrühren und den Schweinebauch sowie die gespickte Zwiebel einlegen. Den Topf mit einem Deckel schließen und alles bei leichter Hitze köcheln lassen.
In der Zwischenzeit das Mehl mit den Eiern, Salz und ganz wenig Wasser zu einem Teig verarbeiten. Den Teig so lange kräftig schlagen, bis er ganz glatt ist und deutliche Blasen wirft.
Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Den Teig von Hand ins Wasser schaben oder eine Spätzlespresse verwenden. Sobald die Spätzle an der Oberfläche schwimmen, mit dem Schaumlöffel herausheben. Bis zum Anrichten warm stellen oder kurz vorher in etwas heißem Butterschmalz schwenken.
In einer separaten, heißen Pfanne aus 50 Gramm Butterschmalz und 50 Gramm Mehl eine dunkle Mehlschwitze (Einbrenne) herstellen. Die Mehlschwitze sollte nicht zu dick geraten, so verteilt sie sich beim anschließenden Abbinden wesentlich schneller. Zur Seite stellen.
Sobald der Schweinebauch weich gekocht ist, diesen sowie die gespickte Zwiebel aus dem Topf nehmen. Das Fleisch bei 80 Grad im Ofen warm halten. Nun die Sellerie- und Karottenwürfel in die Linsen einrühren und mitgaren. Bei Bedarf etwas Gemüsebrühe nachgießen.
Wenn die Linsen weich und die Gemüsewürfel bissfest sind, die Lauchwürfel hinzufügen und noch 2 Minuten leicht köcheln lassen. Zum Schluss die Linsen mit der vorbereiteten dunklen Mehlschwitze zur gewünschten Dicke abbinden. Lieber erst weniger Mehlschwitze nehmen, da Linsen durch die Eigenstärke beim Stehen noch stark nachdicken!
Die fertigen Linsen vom Herd nehmen und mit Salz, Pfeffer aus der Mühle, einer Prise Zucker sowie einem guten Schuss Essig kräftig abschmecken.
Die Saitenwürstchen in einem separaten Topf mit leicht gesalzenem Wasser bei ca. 80 Grad (nicht kochen!) heiß werden lassen. Den warmgestellten Schweinebauch in Scheiben schneiden.
Die sämigen Linsen in eine große Terrine oder auf tiefe Teller schöpfen. Die heißen Saitenwürstchen und die Schweinebauchscheiben dekorativ darauflegen. Die Spätzle separat in einer großen Anrichteschale dazu servieren. Am besten noch Essig mit zu Tisch reichen, da viele Schwaben ihre Linsen gerne extra sauer mögen.
In meiner gedruckten Kochbuch-Reihe findest du viele weitere traditionelle und modern interpretierte schwäbische Rezepte aus Stuttgart, alpin-mediterrane Kreationen und tolle Ideen für die Camper-Küche:
Band 1: Leckeres aus dem Ländle
Band 2: Kulinarische Streifzüge
Band 3: Das Camper-Kochbuch für unterwegs
Alle Bücher sind hochwertig gedruckt und perfekt zum Nachkochen für die ganze Familie!
Ich hab die Linsen heute nachgekocht. Kommentar meiner 16jährigen, die eig. Keine Linsen mag: 'wow, die schmecken voll genial'! Super Rezept. Dankeschön! Sandra
Hallo Johannes,
Dein Rezept ist es, was mich endlich dazu bewegt hat, die Linsen mit Spätzle und Saiten selbst zu kochen, statt sie mir wieder von Mama zubereiten zu lassen…wurde ja auch Zeit, mit 43 🙂 und das Ergebnis war ein Erfolg bei Tisch, wurde hochgelobt und hat sowas von klasse geschmeckt. Schade, dass das Buch vergriffen ist. LG, Silke
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Ich hab die Linsen heute nachgekocht. Kommentar meiner 16jährigen, die eig. Keine Linsen mag: 'wow, die schmecken voll genial'! Super Rezept. Dankeschön! Sandra
Hallo Johannes,
Dein Rezept ist es, was mich endlich dazu bewegt hat, die Linsen mit Spätzle und Saiten selbst zu kochen, statt sie mir wieder von Mama zubereiten zu lassen…wurde ja auch Zeit, mit 43 🙂 und das Ergebnis war ein Erfolg bei Tisch, wurde hochgelobt und hat sowas von klasse geschmeckt. Schade, dass das Buch vergriffen ist. LG, Silke